Glossar

Das Buch ist so verfasst, dass es nicht nur für Fachleute, sondern auch für interessierte LeserInnen verständlich ist. Auf zentrale Fachbegriffe kann dennoch nicht verzichtet werden. Deshalb hier ein Glossar verwendeter Begriffe. Fehlt ein Begriff, den Sie nicht kennen? Schreiben Sie mir! (Email: walter.eberlei@fh-duesseldorf.de) Ich ergänze ihn umgehend.

Budgethilfe

Die Budgethilfe ist ein vergleichsweise junges Instrument der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und wird als solches seit Jahren intensiv diskutiert. Sie ist eine der verschiedenen Möglichkeiten im Rahmen sogenannter Programmorientierter Gemeinschaftsfinanzierungen (PGF). Anstatt finanzielle Mittel an einzelne Projekte oder kleinere Programme zu koppeln, zahlen die Geber gemeinsam in »Töpfe« ein. Das können beispielsweise gemeinsam gespeiste Fonds zur Finanzierung von Ausgaben in bestimmten Sektoren sein, z. B. Gesundheit, Bildung oder Infrastruktur (Sektorbudgethilfe). Die Mittel können aber auch gänzlich ungebunden vergeben werden. Dann wird von genereller oder direkter Budgethilfe gesprochen. Die Empfängerregierungen lassen diese Gelder direkt als Einnahmen in den Regierungshaushalt einfließen, als Beitrag zur Finanzierung der Gesamtpolitik einer Regierung. Der Erfolg der EZ wird dann nicht an der Durchführung einzelner Projekte gemessen, sondern zum Beispiel an Fortschritten im Sozialbereich insgesamt.In den vergangenen Jahren haben eine Reihe von Gebern wachsende Teile ihrer Entwicklungsgelder im Rahmen der PGF vergeben, einschließlich direkter Budgethilfe.

Quelle: Walter Eberlei: Afrikas Wege aus der Armutsfalle. Frankfurt / M. 2009, Webseite zum Buch. http://www.eberlei.de/afrika

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Afrikas Wege aus der Armutsfalle
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